Programm

08:00
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09:00 – 10:00
Begrüßung und Keynote "Is the illusion of globalism meeting its match in populism?" von Chandran Nair
15:30 – 18:00
Diskussion "Future Scenario – Our World in 2030" und abschließende Zusammenfassung der Konferenz
19:30 – 21:15
Diskussion "7 Billion Voices in a Multipolar World"
21:30 – 23:00
DJ İpek "Global Beat Fusion"
08:30 – 09:00
Einlass und Registrierung
10:00 – 10:30
Kaffeepause I
12:00 – 13:30
Mittagspause
15:00 – 15:30
Kaffeepause II
18:30 – 19:30
Einlass Abendveranstaltung
10:30 – 12:00
Imaginationen des Wir I – Die Menschheit als “Imagined Community ”? – Ästhetische Reflexionen
13:30 – 15:00
Imaginationen des Wir II – Bilder von “uns” und “den anderen” in der globalisierten Welt
10:30 – 12:00
Politiken des Wir I – Neue Paradigmen für die internationale Ordnung?
13:30 – 15:00
Politiken des Wir II – Wie sollte internationale Zusammenarbeit in Zukunft gestaltet sein?
10:30 – 12:00
Kulturen des Wir I – Die Künste als politischer Aktivismus: Chancen und Gefahren
13:30 – 15:00
Kulturen des Wir II – Brauchen wir eine kulturelle Revolution um globale Solidarität zu fördern?
10:30 – 12:00
Techniken des Wir I – Transnationale Solidaritäten und Legitimierungen
13:30 – 15:00
Techniken des Wir II – Digitale Verbundenheit: Mythos oder Realität?

Einlass und Registrierung


Begrüßung und Keynote Is the illusion of globalism meeting its match in populism?” von Chandran Nair


Raum Galerie
Referenten Chandran Nair, Ayoko Mensah, Shahid Nadeem
Moderator Odila Triebel
Foto: privat

Chandran Nair ist Gründer und Generaldirektor des Global Institute For Tomorrow (GIFT), einer unabhängigen asiatischen Denkfabrik. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für globale Fragen zu fördern. Er tritt regelmäßig als Referent beim Weltwirtschaftsforum (WEF), bei den APEC-Gipfeln, OECD-Veranstaltungen und verschiedenen UN-Konferenzen auf. Bis 2004 war Nair Vorsitzender von Environmental Resources Management (ERM) in der Region Asien-Pazifik. Er ist Mitglied des Club of Rome und der Royal Society of Arts.

Foto: privat

Ayoko Mensah ist Journalistin und Beraterin. Zurzeit berät sie den afrikanischen Sektor des Palais des Beaux Arts in Brüssel sowie des Netzwerks kreativer Städte der UNESCO. Nachdem sie die Zeitschrift​„Afriscope” gegründet und herausgab, arbeitete sie für das UE-AKP (afrikanische, karibische und pazifische) Förderprogramm als Expertin für AKP-Kulturbereiche, ACPCultures+, im AKP-Sekretariat in Brüssel.

Foto: privat

Shahid Nadeem ist Pakistans führender Dramatiker und Geschäftsführer des Ajoka Theaters. Bekannt wurde er für seinen Einsatz für Menschenrechte und Frieden. In seiner Arbeit setzt er sich mit Themen wie Geschlechergerechtigkeit, Gewalt gegen Frauen, Bevölkerungsplanung,​„good governance”, Fundamentalismus, Diktaturen, den Rechten religiöser Minderheiten und Frieden mit Indien auseinander. Ausgewählte Werke von ihm wurden auf Englisch bei Oxford University Press veröffentlicht.

Kaffeepause I


Imaginationen des Wir I

– Die Menschheit als “Imagined Community ”? – Ästhetische Reflexionen

Angesichts aller hervorgehobenen Unterschiede und Abgrenzungen stellt sich die Frage, welche Bedeutung die Vorstellung von Menschheit“ hat. Lässt sich diese repräsentieren? Welche Schwierigkeiten von Naturalismus und Kulturalismus wären dabei zu vermeiden? Sind Vorstellungen einer gemeinsamen Menschheit inklusive Wir-Bildungen? Welche künstlerische Reflexionen von Menschheit und des Menschseins würden globale Solidarität fördern können?


Raum 1
Referenten Moshtari Hilal, Dima Hourani
Moderator Sana Tamzini
Foto: Elif Kücük

Moshtari Hilal ist Künstlerin und Illustratorin. Sie studierte Islam- und Politikwissenschaften in Hamburg und befasst sich hauptsächlich mit postkolonialen und Gender-Theorien. Das Ziel ihrer Arbeiten ist es, ein Verständnis für die Komplexität von marginalisierten Identitäten zu schaffen. Ihre Porträts erforschen die Möglichkeiten von Schönheit und Geschichtenerzählen innerhalb einer politischen Umgebung durch Gesichter. Ihre Arbeiten wurden in Deutschland, Afghanistan, Dänemark, den USA und Kanada ausgestellt, in länderübergreifenden Publikationen veröffentlicht und in Podiumsdiskussionen diskutiert.

Foto: privat

Dima Hourani erhielt 2011 einen BA-Abschluss in den bildenden Künsten von der Internationalen Kunstakademie in Palästina und anschließend den Master of Fine Arts von der Nationalen Akademie der Künste in Oslo. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Doppelfunktion von Bildern, die sowohl eine Offenbarung als auch eine Täuschung sein können. In ihrer Arbeit untersucht sie diese Dualität indem sie in das soziale Leben von Bildern eingreift während diese grenzüberschreitend und zwischen den Medien zirkulieren sowie Bedeutungen in neue Kontexte und durch neue Verwendungen verschieben.

Foto: privat

Sana Tamzini ist Künstlerin, Kuratorin und Professorin mit einer umfassenden Expertise in der internationalen kulturellen Zusammenarbeit sowie Ausstellungen über zeitgenössische Kunst. Seit 2003 unterrichtet sie Innenarchitektur an der École Supérieure des Sciences et Technologies du Design de Tunis. Sie war leitende Direktorin für bildende Kunst im Kultusministerium (2015−2016) und Direktorin des Centre National d’Art Vivant (Nationales Zentrum für Darstellende Kunst) im Belvedere Park am Kultusministerium (2011−2013).

Politiken des Wir I

– Neue Paradigmen für die internationale Ordnung?

Viele Strukturen und Richtungen, die auf internationaler Ebene lange Zeit als gesichert galten, stehen hinsichtlich der Entwicklungen der letzten Jahre in Frage. Das liberale und demokratische Paradigma verliert an Einfluss und die Trennung der Welt in Nord und Süd scheint überkommen. Welche Paradigmen sollen uns leiten? Wie lässt sich eine Welt ohne Zentrum gestalten?


Raum 2
Referenten Gerardo Bracho, L. H. M. Ling
Moderator Banu Karaca
Foto: KHK/GCR21, krischerfotografie

Gerardo Bracho ist ein mexikanischer Diplomat mit jahrelanger Erfahrung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Seit April 2016 ist er Senior Expert Fellow am Centre for Global Cooperation Research an der Universität Duisburg-Essen. Er hat zahlreiche Aufsätze und Artikel auf Spanisch und Englisch zum Thema Entwicklungszusammenarbeit veröffentlicht.

Foto: privat

L. H. M. Ling ist Professorin für internationale Beziehungen an The New School in New York. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf einem postwestlichen und postwestfälischen weltpolitischen Ansatz, bekannt als​‚Worldism‘: d. h., wir leben in einer Welt, die aus zahlreichen Welten besteht. Sie ist Autorin einiger Bücher. Von 2012 – 2015 war Ling stellvertretende Dekanin für die Geschäfte der Fakultät an den Schools of Public Engagement (SPE) an The New School.

Foto: Claudia Peppel

Banu Karaca ist Anthropologin und arbeitet an der Schnittstelle zwischen der politischen Anthropologie, Kunst und Ästhetik, Nationalismus und Kulturpolitik, Museen und Erinnerungspraktiken. Sie ist die Mitbegründerin von​„Siyah Bant“, eine Forschungsplattform auf der die Zensur in der Kunst in der Türkei dokumentiert wird. Im Mittelpunkt von Karacas laufender Forschung steht die Praxis, Kunstgeschichte zu schreiben vor dem Hintergrund der Enteignungspolitik im späten Osmanischen Reich und den frühen Jahren der Türkischen Republik.

Kulturen des Wir I

– Die Künste als politischer Aktivismus: Chancen und Gefahren

Die politischen Ereignisse der letzten Jahre haben in Europa zu einer kontrovers diskutierten Politisierung“ der Kunst geführt. Braucht es mehr politische Kunst in unserer Zeit oder sollte Kunst gerade frei von jedem Zweck sein? Inwiefern können spezifisch Kunst und Kulturpraxis dazu beitragen, transnationale Solidaritäten zu schaffen? Sollten sie dies tun?


Raum 3
Referenten Adam Broomberg, Ipek İpekçioğlu
Moderator Mike van Graan
Foto: privat

Adam Broomberg ist einer der Gründer des Projekts​“Hands off our Revolution” [„Hände weg von unserer Revolution“], einem globalen Künstlerkollektiv mit dem Vorhaben Arbeitsplätze zu schaffen und mit Ausstellungen und Veranstaltungen dem derzeitigen Rechtspopulismus den Kampf anzusagen. Zusammen mit Oliver Chanarin tritt er im Künstlerduo Broomberg & Chanarin auf. Er ist Professor für Künstlerische Fotografie an der Hochschule für bildende Künste (HFBK) in Hamburg.

Foto: Ferhat Topal

Ipek İpekçioğlu ist eine queer-lebende DJ, Produzentin und Kuratorin, die in Berlin und Istanbul lebt und weltweit einen etablierten Ruf in der Nachtleben-Szene genießt. Sie legte bei vielen internationalen Festivals für elektronische und Weltmusik auf. Ipekçioğlu konzentriert sich auf sozialpolitische Themen des Alltags und reflektiert diese in ihrer Musik. Sie ist Kuratorin und Musikdirektorin des CrossKultur-Festivals. Außerdem ist sie die Schirmherrin für die Initiative​„Schule ohne Rassismus — Schule mit Courage” in Berlin.

Foto: privat

Mike van Graan arbeitet als Theaterautor. Er hat einen Abschluss mit Auszeichnung in Dramatik von der Universität in Kapstadt und wurde 2015 zum Honorarprofessor dieser Fakultät für Dramatik ernannt. Er ist Richard von Weizsäcker Fellow an der Robert Bosch Academy in Berlin in 2016/2017. Mike van Graan hat Führungspositionen in zahlreichen NGOs im Bereich Kunst und Kultur innegehabt. Nach den ersten demokratischen Wahlen in Südafrika im Jahre 1994 wurde er zum Sonderberater des ersten Ministers für Kunst und Kultur.

Techniken des Wir I

– Transnationale Solidaritäten und Legitimierungen

Um ein größeres Wir“ für soziale und politische Prozesse zu mobilisieren gibt es sowohl auf zivilgesellschaftlicher als auch politischer Ebene historisch gesehen relativ neue Organisationsformen durch die modernen Technologien. We are the 99 %”, der arabische Frühling oder der Women’s March” sind Beispiele für länderübergreifenden Protest. Wie steht es um globalen Protest heute? Wie formieren sich transnationale Solidaritäten und Legitimitäten? Was sind Chancen, was Gefahren?


Raum 4
Referenten Andreas Bummel, Nikita Dhawan
Moderator Walid El-Houri
Foto: privat

Andreas Bummel ist Gründer und Leiter von Democracy Without Borders sowie der internationalen Kampagne für eine Parlamentarische Versammlung der UNO (UNPA). Er ist einer der weltweit prominentesten Befürworter eines Weltparlaments. Regelmäßig schreibt und referiert er über globale Demokratie. Seit 1998 ist er Miglied des Rats des World Federalist Movement-Insitute for Global Policy in New York. 2017 veröffentlichte er die Monographie​“Das demokratische Weltparlament” . Eine englische Ausgabe erscheint in Kürze.

Foto: Andreas Friedle

Nikita Dhawan ist Professorin für Politikwissenschaft (Politische Theorie mit Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung) und Leiterin der interfakultären Forschungsplattform​„Geschlechterforschung: Identitäten – Diskurse – Transformationen“ an der Universität Innsbruck. Eine Auswahl ihrer Veröffentlichungen umfasst die Werke:​„Global Justice and Desire: Queering Economy” (Mithg., 2015);​„Negotiating Normativity: Postcolonial Appropriations, Contestations and Transformations” (Mithg., 2016) und​„Difference that makes no Difference: The Non-Performativity of Intersectionality and Diversity” (Hg., 2017).

Foto: privat

Walid El-Houri ist ein Forscher, Journalist und Filmemacher, der zwischen Berlin und Beirut pendelt. Er ist Chefredakteur der NAWA („North Africa West Asia“)-Seite bei openDemocracy, eine unabhängige globale Medienplattform, und Mitglied des ICI Berlin, ein unabhängiges Kultur- und Forschungsinstitut. Sein PhD in Medienstudien erwarb er 2012 an der Universität Amsterdam. In seiner derzeitigen Forschung befasst er sich mit Protestbewegungen und der Frage nach dem Versagen in der Politik.

Mittagspause


Imaginationen des Wir II

– Bilder von “uns” und “den anderen” in der globalisierten Welt

Bilder prägen Vorstellungen von Welt – sowohl in der individuellen Wahrnehmung als auch in der bewussten und unbewussten Inszenierung von uns“ und den anderen“. Wie und warum konstruieren wir diese Bilder? Welche Rolle spielen sie in der globalisierten Welt und inwiefern helfen oder schaden sie unserem Zusammenleben?


Raum 1
Referenten Jay Wang , Christoph Wulf
Moderator Hanan Badr
Foto: privat

Christoph Wulf ist Professor für Anthropologie und Erziehung und Mitglied des Interdisziplinären Zentrums für Historische Anthropologie. Er ist Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission. Seine Forschungsaufenthalte und Gastprofessuren haben ihn in mehr als 20 Städte weltweit geführt. Hauptforschungsgebiete sind historische und kulturelle Anthropologie, Anthropologie der Erziehung, Rituale, Gesten, Emotionen, Fantasie, interkulturelle Kommunikation, Mimesis, Ästhetik und Epistemologie.

Foto: privat

Jay Wang ist Direktor des USC Center on Public Diplomacy und Professor an der Annenberg Schule für Kommunikation und Journalismus der University of Southern California. In den letzten Jahren hat er erfolgreiche Partnerschaften zum Zwecke der Forschung und Programmierung zusammen mit verschiedenen Organisationen geführt, wie beispielsweise die EU-Delegation in den Vereinigten Staaten, die Japan-Stiftung und die NATO. Diese haben weitreichende Themen bearbeitet, von der​‚sanften Macht‘ in zeitgenössischen globalen Angelegenheiten über multilaterale öffentliche Diplomatie bis hin zu Nation Branding und digitaler Interessenvertretung.

Foto: Marta Misiulaityte

Hanan Badr ist promovierte Wissenschaftlerin am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Sie war Lehrbeauftragte für das Promotionsprogramm an der Universität Kairo und Gruppenleiterin des vom BMBF geförderten Projekts​„Medien, Kultur und Wandel“, das vom Orient-Institut in Beirut veranstaltet wurde. Ihre Hauptforschungsgebiete sind die internationale Kommunikation, vergleichende Mediensysteme und Journalismus, wobei der Schwerpunkt auf Nordafrika und Europa liegt.

Politiken des Wir II

– Wie sollte internationale Zusammenarbeit in Zukunft gestaltet sein?

Die größten Herausforderungen unserer Zeit benötigen internationale Kooperation. Gleichzeitig erleben nationale wir zuerst“-Mentalitäten ein Comeback“. Identitäts- und Systemkämpfe, die als überwunden galten, erstarken. Verläuft die Trennung unserer Zeit zwischen Nationalismus und Globalismus? Wie können wir neue Visionen für die internationale Zusammenarbeit entwickeln, um gemeinsam effektiver zu handeln?


Raum 2
Referenten Bharat H. Desai, Ayşem Mert
Moderator Richard Higgott
Foto: privat

Bharat H. Desai hat den Lehrstuhl Jawaharlal Nehru Chair in International Environmental Law und ist Professor für internationales Recht sowie Vorsitzender des Centre for International Legal Studies in Neu-Delhi. Seit 1987 ist er außerordentlicher Professor für internationales Recht am Centre for International Legal Studies of the School of International Studies. Die Schwerpunkte seiner derzeitigen Forschungsarbeit sind Gesetzgebungs- und institutionsaufbauende Prozesse in der zentralisierten Legalisierung von sektorbezogenen Umweltschutzfragen und internationaler Umweltpolitik.

Foto: privat

Ayşem Mert ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Politikwissenschaft an der Universität von Stockholm und Forschungsstipendiat des​„Earth System Governance Research Programme“ [Forschungsprogramm für das Governance-System der Erde]. Der Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf Diskurse der Demokratie und der Umwelt betreffend, sowohl auf länderübergreifender wie auf globaler Ebene, sowie auf öffentlich-private Zusammenarbeit.

Foto: privat

Richard Higgott ist Professor am​„Institute of European Studies” und Ehrenprofessor für Diplomatie am Vesalius College der Vrije Universiteit in Brüssel. An der University of Warwick ist er emeritierter Professor für internationale politische Ökonomie. Dort begründete er auch das​„Centre for Study of Globalisation and Regionalisation” und war Prorektor für Forschung.

Kulturen des Wir II

– Brauchen wir eine kulturelle Revolution um globale Solidarität zu fördern?

Wir-Bildungen als Solidaritäten werden meist mithilfe von sozialen und politischen Zugehörigkeiten zu Staat, Religion, Ethnie, politischer Partei gebildet. Wie könnten diese hin zu einer globalen Solidarität erweitert werden? Braucht es eine kulturelle Revolution, um die bestehenden Weisen sozialer Kohäsion zu verändern? Wenn die Aufgabe von Kulturpraxis die Bildung von conscience und conscientazation ist, welche Infrastrukturen braucht es hierfür?


Raum 3
Referenten Shahid Nadeem, Oussama Rifahi
Moderator Mike van Graan
Foto: privat

Shahid Nadeem ist Pakistans führender Dramatiker und Geschäftsführer des Ajoka Theaters. Bekannt wurde er für seinen Einsatz für Menschenrechte und Frieden. In seiner Arbeit setzt er sich mit Themen wie Geschlechergerechtigkeit, Gewalt gegen Frauen, Bevölkerungsplanung,​„good governance”, Fundamentalismus, Diktaturen, den Rechten religiöser Minderheiten und Frieden mit Indien auseinander. Ausgewählte Werke von ihm wurden auf Englisch bei Oxford University Press veröffentlicht.

Foto: privat

Oussama Rifahi ist Vorstandsmitglied des Arabischen Fonds für Kunst und Kultur. Zurzeit berät er Einzelpersonen und Unternehmen sowie Institutionen und gemeinnützige Einrichtungen. Er begann seine berufliche Laufbahn als Ingenieur der Geophysik bevor er Führungspositionen in der Raumfahrt und im Bereich erneuerbarer Energien übernahm. Rifahi entwickelte Strategien zur Entwicklung von Tourismus und Kultur und leitete Studien für zeitgenössische Kunst in aller Welt. Er ist beteiligt an der Durchführung von Kulturinitiativen in Europa, der MENA-Region [Middle East and North Africa] und Afrika.

Foto: privat

Mike van Graan arbeitet als Theaterautor. Er hat einen Abschluss mit Auszeichnung in Dramatik von der Universität in Kapstadt und wurde 2015 zum Honorarprofessor dieser Fakultät für Dramatik ernannt. Er ist Richard von Weizsäcker”-Fellow an der Robert Bosch Academy in Berlin in 2016/2017. Mike van Graan hat Führungspositionen in zahlreichen NGOs im Bereich Kunst und Kultur innegehabt. Nach den ersten demokratischen Wahlen in Südafrika im Jahre 1994 wurde er zum Sonderberater des ersten Ministers für Kunst und Kultur.

Techniken des Wir II

– Digitale Verbundenheit: Mythos oder Realität?

Die digitale Weltgemeinschaft – Potential, Fiktion, Leviathan? Nichts prägt die Entwicklung unserer Welt derzeit so wie die voranschreitende Technik der Digitalisierung. Doch hat die im Kommunikationsbereich dadurch geschaffene gesteigerte Informationsmenge und die Beschleunigung der Erreichbarkeit die Menschen tatsächlich näher zusammengebracht? Gibt es einen Zusammenhang von Konnektivität und globalem Bewusstsein? Kann das Internet globale Gemeinschaftlichkeit fördern?


Raum 4
Referenten Cees Hamelink, Evgeny Morozov
Moderator Geraldine de Bastion
Foto: privat

Cees Hamelink ist Athena-Professor für Menschenrechte und öffentliche Gesundheit an der Vrije Universiteit in Amsterdam, emeritierter Professor für internationale Kommunikation an der Universität von Amsterdam und Professor für Informations- und Wissensmanagement für nachhaltige Entwicklung an der Universität von Aruba. Zurzeit ist er Chefredakteur der International Communication Gazette und hat 18 Monographien über Kommunikation, Technologie und Menschenrechte sowie zahlreiche weitere wissenschaftliche Schriften veröffentlicht.

Foto: picture alliance

Evgeny Morozov ist freier Schriftsteller für​„The New York Times”,​„The Economist”,​„Financial Times”,​„Times Literary Supplement” und andere Zeitungen und Zeitschriften. Seine monatliche Kolumne in der Online-Zeitschrift​„Slate” erscheint in​„El País”,​„Corriere della Sera”, der​„Frankfurter Allgemeinen Zeitung”,​„Folha de São Paulo” und einigen anderen. 2010 – 2012 war er Gastwissenschaftler an der Stanford Universität und Schwartz”-Stipendiat an der New America Foundation. Davor war er von 2006 – 2008 Leiter Neue Medien bei der Zeitschrift​„Transitions Online”.

Foto: privat

Geraldine de Bastion ist Politologin und berät öffentliche Institutionen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen zum strategischen und innovativen Einsatz digitaler Technologien und neuer Medien. Sie arbeitet mit Bloggern und Aktivisten zu Themen der Internet- und Medienfreiheit. De Bastion ist Mitgründerin der Konnektiv GmbH sowie Gründerin des Global Innovation Gathering, einem globalen Netzwerk für digitale, soziale Innovation. Für die re:publica, Europas größter Konferenz zum Thema Internet und Gesellschaft, ist sie seit 2012 Teil des Kuratorinnen-Teams.

Kaffeepause II


Diskussion Future Scenario – Our World in 2030” und abschließende Zusammenfassung der Konferenz

Die Diskussion findet in sechs Gruppen. Im Anschluss folgt die Zusammenfassung der Konferenz im Podium.


Raum Galerie
Foto: privat

Sarah El-Rashidi ist Menschenrechtlerin und die Gründerin eines NGOs. Zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn schickte sie die Weltgesundheitsorganisation der UN nach Kairo. Ihren Master-Abschluss in Internationalen Beziehungen erwarb sie an der Universität Cambridge. Die Thesis dazu befasste sich mit der Muslimbruderschaft. Zurzeit arbeitet sie an ihrer Promotion (PhD) in einer ähnlichen Fachrichtung an der Universität Oxford. Ihre Karriere als Journalistin begann sie in 2011. Sie war im Fernsehen und Radio, hat an Dokumentarfilmen als Regisseurin und Produzentin mitgewirkt, und verschiedene Beiträge und Fotos herausgegeben.

Einlass Abendveranstaltung


Diskussion 7 Billion Voices in a Multipolar World”

Die Probleme, vor denen wir heute stehen, lassen sich nicht mit einem Zauberstab, per Handstrich oder Wunderheilung lösen, sie erfordern nichts Geringeres als eine kulturelle” Revolution. […] Dazu brauchen wir einen kühlen Kopf, Nerven aus Stahl und jede Menge Mut.“ (Zygmunt Baumann)

Ist eine Welt vorstellbar, in der wir zusammen die Zukunft gestalten und globalen Herausforderungen begegnen, anstatt im​„Wir“ gegen​„Sie“ zu verharren?

Internationale Gäste diskutieren zum Abschluss der Konferenz​„Cultures of We” über die Zukunft unseres Zusammenlebens. Wie lässt sich internationale Gemeinschaft neu denken und was braucht es, um diese zu stärken? Universelle Werte? Mehr Toleranz oder mehr Dialog? Und welche Rolle soll Europa dabei spielen? Angesichts eines zunehmenden Populismus und Nationalismus wird die Abendveranstaltung diesen Fragen nachgehen.

Begrüßung:

Michael Reiffenstuel, Stellvertretender Abteilungleiter Kultur und Kommunikation und Beauftragter für Auswärtige Kulturpolitik, Auswärtiges Amt
Ronald Grätz, Generalsekretär des ifa


Raum Galerie
Referenten Evgeny Morozov, Nina Obuljen Koržinek, Chandran Nair, Farida Shaeed
Moderator Amira El Ahl
Foto: ifa/Wolfgang Borrs

Michael Reiffenstuel ist Beauftragter für Auswärtige Kulturpolitik, Auslandsschulen und Netzwerk Deutsch im Auswärtigen Amt. Er trat 1993 in das Auswärtige Amt ein und arbeitete u. a. an der Deutschen Botschaft in Sarajewo, London und Neu Delhi. Von 2009 bis 2012 arbeitete er als Leiter des Deutschlandzentrums für die arabische Welt und später im Bereich Außenpolitik an der Botschaft Kairo. Von 2012 bis 2015 leitete er das Referat 312, das für Transformation in der arabischen Welt und bilaterale und EU-Beziehungen zu den Maghreb Staaten zuständig ist.

Foto: Victoria Tomaschko

Ronald Grätz ist seit September 2008 Generalsekretär des ifa und Herausgeber der Zeitschrift KULTURAUSTAUSCH. Er studierte Germanistik, katholische Theologie und Philosophie in Tübingen und Frankfurt am Main. Er war unter anderem Vize-Direktor einer UNESCO-Projektschule in São Paulo und für das Goethe-Institut als Leiter der Programmarbeit für die Region Osteuropa/​Zentralasien in Moskau, als Referent des Vorstands in der Zentrale in München sowie als Institutsleiter Portugal tätig.

Foto: picture alliance

Evgeny Morozov ist freier Schriftsteller für​„The New York Times”,​„The Economist”,​„Financial Times”,​„Times Literary Supplement” und andere Zeitungen und Zeitschriften. Seine monatliche Kolumne in der Online-Zeitschrift​„Slate” erscheint in​„El País”,​„Corriere della Sera”, der​„Frankfurter Allgemeinen Zeitung”,​„Folha de São Paulo” und einigen anderen. 2010 – 2012 war er Gastwissenschaftler an der Stanford Universität und Schwartz”-Stipendiat an der New America Foundation. Davor war er von 2006 – 2008 Leiter Neue Medien bei der Zeitschrift​„Transitions Online”.

Foto: privat

Chandran Nair ist Gründer und Generaldirektor des Global Institute For Tomorrow (GIFT), einer unabhängigen asiatischen Denkfabrik. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für globale Fragen zu fördern. Er tritt regelmäßig als Referent beim Weltwirtschaftsforum (WEF), bei den APEC-Gipfeln, OECD-Veranstaltungen und verschiedenen UN-Konferenzen auf. Bis 2004 war Nair Vorsitzender von Environmental Resources Management (ERM) in der Region Asien-Pazifik. Er ist Mitglied des Club of Rome und der Royal Society of Arts.

Foto: privat

Nina Obuljen Koržinek ist seit 2016 Kultusministerin von Kroatien. In der Vergangenheit war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Entwicklung und Internationale Beziehungen, stellvertretende Ministerin für Internationale Beziehungen und Staatssekretärin für Kultur und Medien. Sie referiert bei zahlreichen wissenschaftlichen Konferenzen und Seminaren. Außerdem schreibt sie Artikel für nationale und internationale Zeitschriften sowie Bücher und Anthologien zum Thema Kultur- und Medienpolitik. Sie hat einen Doktortitel in Politikwissenschaften.

Foto: CC BY-NC-SA 2.0

Farida Shaheed ist Soziologin und Geschäftsführerin von Shirkat Gah, die führende Organisation für Frauenrechte in Pakistan. Sie setzte sich für Strategien und Projekte ein, die mit einem kultursensiblen Ansatz die Rechte von marginalisierten Gruppen fördert. Ihre Veröffentlichungen behandeln die Verbindung zwischen Frauen, kulturellen Identitäten und Staatsbürgerschaft und welche Auswirkungen diese auf Rechte hat. 2009 wurde sie als erste unabhängige UNO-Expertin für kulturelle Rechte berufen und setzte dies als Sonderberichterstatterin bis Oktober 2015 fort.

Foto: Heiko Meyer

Amira El Ahl ist Journalistin und Moderatorin. Seit Juni 2017 ist sie Redakteurin bei der​„Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen” in Kassel. Sie studierte Arabisch an der Amerikanischen Universität in Kairo und machte ihren Abschluss in Arabisch und Geschichte des Nahen Ostens an der School of Oriental and African Studies (SOAS), University of London. Längere Zeit war sie als Auslandskorrespondentin Naher und Mittlerer Osten für den „SPIEGEL” tätig. Bis 2016 arbeitete sie als freie Autorin und Moderatorin in Kairo.

DJ İpek Global Beat Fusion”

Die in Berlin und Istanbul queer lebende DJ & Produzentin İpek İpekçioğlu hat sich in der heterogenen, internationalen Clublandschaft einen Namen gemacht. Ihr faszinierender, nomadischer Sound — inspiriert von ihrer bikulturellen Sozialisation und der aktiven Suche nach weiteren Einflüssen, sei es Balkan, Vorderer Orient, Seidenstraße und darüber hinaus — agiert außerhalb gängiger Pop-Klischees.


Foto: Ferhat Topal

İpek İpekçioğlu ist eine queer-lebende DJ, Produzentin und Kuratorin, die in Berlin und Istanbul lebt und weltweit einen etablierten Ruf in der Nachtleben-Szene genießt. Sie legte bei vielen internationalen Festivals für elektronische und Weltmusik auf. Ipekçioğlu konzentriert sich auf sozialpolitische Themen des Alltags und reflektiert diese in ihrer Musik. Sie ist Kuratorin und Musikdirektorin des CrossKultur-Festivals. Außerdem ist sie die Schirmherrin für die Initiative​„Schule ohne Rassismus — Schule mit Courage” in Berlin.