Diskussion "7 Billion Voices in a Multipolar World" am 13. September 2017, 19:30 Uhr

Die Probleme, vor denen wir heute stehen, lassen sich nicht mit einem Zauberstab, per Handstrich oder Wunderheilung lösen, sie erfordern nichts Geringeres als eine kulturelle” Revolution. […] Dazu brauchen wir einen kühlen Kopf, Nerven aus Stahl und jede Menge Mut.” (Zygmunt Baumann)

Ist eine Welt vorstellbar, in der wir zusammen globalen Herausforderungen begegnen und die Zukunft gestalten, anstatt im Wir” gegen Sie” zu verharren? 

Angesichts eines zunehmenden Populismus und Nationalismus beschäftigen sich internationale Gäste bei der Veranstaltung mit der Zukunft unseres Zusammenlebens. Wie lässt sich internationale Gemeinschaft neu denken und was braucht es, um diese zu stärken? Universelle Werte? Mehr Toleranz oder mehr Dialog? Und welche Rolle soll Europa dabei spielen?


Die Diskussion findet auf Englisch statt. Im Anschluss gibt es eine Global Beat Fusion” von DJ İpek.

Einlass und Registrierung ab 18:30 Uhr in der Kalkscheune in Berlin.


Raum Galerie
Referenten Evgeny Morozov, Chandran Nair, Nina Obuljen Koržinek, Farida Shaheed
Moderator Amira El Ahl
Foto: privat

Chandran Nair ist Gründer und Generaldirektor des Global Institute For Tomorrow (GIFT), einer unabhängigen asiatischen Denkfabrik. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für globale Fragen zu fördern. Er tritt regelmäßig als Referent beim Weltwirtschaftsforum (WEF), bei den APEC-Gipfeln, OECD-Veranstaltungen und verschiedenen UN-Konferenzen auf. Bis 2004 war Nair Vorsitzender von Environmental Resources Management (ERM) in der Region Asien-Pazifik. Er ist Mitglied des Club of Rome und der Royal Society of Arts.

Foto: privat

Nina Obouljen Koržinek ist seit 2016 Kultusministerin von Kroatien. In der Vergangenheit war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Entwicklung und Internationale Beziehungen, stellvertretende Ministerin für Internationale Beziehungen und Staatssekretärin für Kultur und Medien. Sie referiert bei zahlreichen wissenschaftlichen Konferenzen und Seminaren. Außerdem schreibt sie Artikel für nationale und internationale Zeitschriften sowie Bücher und Anthologien zum Thema Kultur- und Medienpolitik. Sie hat einen Doktortitel in Politikwissenschaften.

Foto: CC BY-NC-SA 2.0

Farida Shaheed ist Soziologin und Geschäftsführerin von Shirkat Gah, die führende Organisation für Frauenrechte in Pakistan. Sie setzte sich für Strategien und Projekte ein, die mit einem kultursensiblen Ansatz die Rechte von marginalisierten Gruppen fördert. Ihre Veröffentlichungen behandeln die Verbindung zwischen Frauen, kulturellen Identitäten und Staatsbürgerschaft und welche Auswirkungen diese auf Rechte hat. 2009 wurde sie als erste unabhängige UNO-Expertin für kulturelle Rechte berufen und setzte dies als Sonderberichterstatterin bis Oktober 2015 fort.

Foto: picture alliance

Evgeny Morozov ist freier Schriftsteller für​„The New York Times”,​„The Economist”,​„Financial Times”,​„Times Literary Supplement” und andere Zeitungen und Zeitschriften. Seine monatliche Kolumne in der Online-Zeitschrift​„Slate” erscheint in​„El País”,​„Corriere della Sera”, der​„Frankfurter Allgemeinen Zeitung”,​„Folha de São Paulo” und einigen anderen. 2010 – 2012 war er Gastwissenschaftler an der Stanford Universität und Schwartz”-Stipendiat an der New America Foundation. Davor war er von 2006 – 2008 Leiter Neue Medien bei der Zeitschrift Transitions Online”.

Foto: Heiko Meyer

Amira El Ahl ist Journalistin und Moderatorin. Seit Juni 2017 ist sie Redakteurin bei der​„Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen” in Kassel. Sie studierte Arabisch an der Amerikanischen Universität in Kairo und machte ihren Abschluss in Arabisch und Geschichte des Nahen Ostens an der School of Oriental and African Studies (SOAS), University of London. Längere Zeit war sie als Auslandskorrespondentin Naher und Mittlerer Osten für den „SPIEGEL” tätig. Bis 2016 arbeitete sie als freie Autorin und Moderatorin in Kairo.